A: Der Einstieg ins Unternehmen
B: Kürzer und individueller - Traineeprogramme
C: Ganz nah dran - Berufsstart als Assistent
Wer früher als Assistent der Geschäftsführung oder des Vorstandes bei einem Großunternehmen einsteigen konnte, musste sich um die spätere Karriere keine Sorgen machen...
Lean Management schwächt Perspektiven
... und bei Mittelständlern gab es beste Chancen, an die Firmenspitze zu rücken, wenn der Chef in Ruhestand ging. Das alles hat sich geändert. Zwar sind die Aussichten auf den Sprung in die obere Ebene des Managements noch immer sehr gut. Doch gelegentlich wird der Job als Assistent auch als "Sackgasse" empfunden - im Zuge des Lean Managements mangelt es manchmal an geeigneten Anschlusspositionen. Auch Mittelständler geben zunehmend ihre Vorbehalte gegen externe Manager für die Leitung des Unternehmens auf.
Informationen sammeln und Entscheidungen vorbereiten
Die Hauptaufgabe des Assistenten: Er sammelt Informationen, wertet sie aus und interpretiert sie. So bereitet er Entscheidungen des Vorstands oder der Geschäftsführung vor. Bei Vorstandssitzungen übernimmt er die Vorbereitung und führt Protokoll. Er ist im Unternehmen Bindeglied zwischen Top-Management und den operativen Bereichen. Außerdem übernimmt er Sonderaufgaben, zum Beispiel in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Enger persönlicher Kontakt
Der enge persönliche Kontakt zu den Top-Managern im Unternehmen macht sich für Assistenten bezahlt. Sie erhalten Einblick in die Entscheidungsmechanismen der höchsten Ebene. Dieses Wissen qualifiziert in der Regel nach zwei bis vier Jahren für den Wechsel auf einen verantwortungsvolle Posten, zum Beispiel als Abteilungsleiter. Dort kann der ehemalige Assistent beweisen, dass er sein Fachwissen und seine guten Kenntnisse über das Unternehmen auch in der Praxis als Führungskraft umsetzen kann.
Wichtige Qualifikationen
Als wichtige Voraussetzungen für Assistenten gelten - neben sehr guten fachlichen Kenntnissen und Auslandserfahrung:
Kontaktfähigkeit
Verhandlungsgeschick
Loyalität gegenüber Vorgesetzten
überdurchschnittliche Allgemeinbildung
exzellente Sprachkenntnisse.
Damit ergeben sich in Zukunft auch für Steuerberater neue Möglichkeiten, ihre Dienstleistungen anzubieten.
MBA und Promotion
Der MBA verbessert die Aussicht auf eine erfolgreiche Bewerbung als Vorstandsassistent erheblich. Was den akademischen Hintergrund ihrer Assistenten angeht, sind Top-Unternehmen sehr wählerisch. Konzerne etwa bevorzugen promovierte Wirtschaftswissenschaftler, die an der Universität bereits Lehrerfahrung gesammelt haben. Trotzdem sollten Bewerber nicht viel älter als 30 Jahre sein. Wer keinen Doktortitel vorweisen kann, kann sich immerhin noch Hoffnung auf eine Stelle als Assistent bei einem so genannten Linienmanager machen – das kann zum Beispiel der Marketing- oder Verkaufsleiter sein. Eine gute Alternative zum Einstieg als Trainee oder Referent bzw. Sachbearbeiter.
|