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»Neue Ingenieurinnen braucht das Land!« jobstart newsletter
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Die Diskussion um den Fachkräftemangel macht es noch einmal deutlich: In Deutschland studieren zu wenig Frauen ingenieurwissenschaftliche Studiengänge. Und nur zehn Prozent der erwerbstätigen Ingenieure sind Frauen.




Im europäischen Vergleich ist Deutschland Entwicklungsland: Während in Europa im Durchschnitt 22 Prozent der Absolventen der Ingenieurwissenschaften Frauen sind, liegt der Absolventinnenanteil in Deutschland nur bei 18 Prozent. In den 90er-Jahren ist der Anteil der Frauen in ingenieurwissenschaftlichen Fächern aber schon gestiegen: Im Jahr 2000 studierten 12 Prozent mehr Frauen als 1990. Besonders beliebt sind die Bereiche Textil- und Bekleidungstechnik und das Bauingenieurwesen, wogegen Elektrotechnik und Maschinenbau noch gemieden werden - nur ungefähr sechs Prozent der Studierenden sind laut Institut der deutschen Wirtschaft in diesen Fächern weiblich.

Um den Bedarf an Ingenieur-Nachwuchs zukünftig zu decken, sollen vor allem Frauen zu einem Studium motiviert werden. Dass hier nicht immer nur im Sinne der Gleichberechtigung gehandelt wird, muss einem klar sein: Ökonomische Notwendigkeiten zwingen förmlich zur Frauenförderung. Die Initiativen - wie auch immer motiviert - sind zahlreich.

do-ing, eine Initiative der RWTH Aachen, berät Studentinnen und vermittelt Schnupperpraktika in Unternehmen. Und auch die Initiative Be.ing des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) setzt darauf, mehr Frauen für die technischen Fächer zu begeistern. In Schnupperstudien und Sommerhochschulen können sie testen, ob ein ingenieurwissenschaftliches Studium das Richtige für sie ist. Das offizielle Ziel ist eine Frauenquote bei Erstsemestern für Ingenieurwissenschaften von 40 Prozent im Jahr 2005.

Einige Unternehmen sind dazu übergegangen, den weiblichen Nachwuchs mit speziellen Angeboten zu unterstützen: Diese reichen von der Bereitstellung eines Kindergartenplatzes über flexible Arbeitszeiten bis hin zu speziellen Mentoring-Programmen. Aber auch Studienformen und -inhalte müssen einer gründlichen Revision unterzogen werden, um junge Frauen mit technischer Begabung anzusprechen. Die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen bietet nach Ansicht des Hochschul-Informations-Systems (HIS) dafür einen günstigen Rahmen.

Ausführliche Infos für Nachwuchsingenieure und -ingenieurinnen sind im Buch "Berufsplanung für Ingenieure" zu finden. Der Ratgeber kann im Buchhandel (ISBN 3-922132-05-7) bestellt werden.

Weitere Informationen im Netz:
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